Auf Agenda 21 folgt Agenda 2030

Der totalitäre Beobachtungs- und Bewertungsmechanismus des Lehrplans 21 hat seine Wurzeln in der Agenda 21

1992 verabschiedete die UNO-Umweltkonferenz in Rio de Janeiro das 700 Seiten starke Umwelt-Aktionsprogramm Agenda 21, welches von 172 Staaten unterschrieben wurde und ein Aktionsplan für eine nachhaltige Entwicklung sein soll.

Durch die Integration von Umwelt- und Entwicklungsfragen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft will die UNO die Ökosysteme besser schützen, Gleichberechtigung für alle Ethnien und Randgruppen, höhere Lebensstandards für alle und eine gesicherte Zukunft für die ganze Welt anstreben. Mit Hilfe einer «globalen Partnerschaft» im Dienste der «nachhaltigen Entwicklung» sollen diese Ziele bis zum Jahr 2021 erreicht werden.

Die Gender-Ideologie und die «Toleranz» sind Teile der «nachhaltigen Entwicklung» und spielen in der Agenda 21 eine wichtige Rolle. Die Regierungen werden dazu aufgefordert, den NGOs[1] mehr Machtbefugnisse zu geben, was Organisationen, wie z. B. LGBTs[2] oder Greenpeace die Möglichkeit gäbe, ihre oft fraglichen Anliegen mit staatlicher Unterstützung durchsetzen zu können.

«Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung»
Im Jahr 2000 wurden von einer UNO-Arbeitsgruppe die sogenannten «Milleniums-Entwicklungsziele» (MDGs) für das Jahr 2015 formuliert, wobei sich nicht weniger als 189 UNO-Mitgliedstaaten und mindestens 23 internationale Organisationen dazu verpflichteten, diese MDG-Ziele bis zum Jahr 2015 zu erreichen. Damit wollte die UNO weltweit Armut und Hunger ausradieren, universelle Grundschulbildung und Gender-Gleichstellung für alle, Kindersterblichkeit reduzieren, Seuchen bekämpfen und ökologische Nachhaltigkeit gewährleisten. Heute stellen wir fest, dass kaum eines dieser MDG-Ziele erreicht wurde.

Agenda 2030
Am 26. September 2015 wurde von den 193 Mitgliedstaaten der UNO die sogenannte «Post-2015-Entwicklungsagenda» mit ihren 17 SDGs[3]-Zielen verabschiedet. Da sie bis 2030 erreicht werden sollen, wird sie Agenda 2030 genannt. Damit verspricht die UNO erneut: Weltweit Armut und Hunger zu bekämpfen, Frieden zu schaffen, die Gesundheit zu fördern, (Gender-)Gleichstellung und sauberes Wasser für alle, nachhaltiges Wirtschaftswachstum, sichere und nachhaltige Städte zu schaffen, das Klima, die Meere und die ökologischen Systeme zu schützen, für alle Menschen mehr Freiheit und einen höheren Wohlstand zu erreichen.
Um alle diese SDG-Ziele bis 2030 zu erreichen, müssen von den Regierungen nicht nur die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden, sondern auch die demokratischen Strukturen übergangen und Durchsetzungsinstrumente geschaffen werden. Mit anderen Worten: Anstelle demokratischer Entscheide müssen Verwaltungsentscheide getroffen und durchgesetzt werden. Ein aktuelles Beispiel eines solchen Verwaltungsentscheides mit Beobachtungs- und Bewertungsmechanismus liegt z. Z. mit dem Lehrplan 21 vor (siehe auch Artikel im «EDU-Standpunkt» 12-15 auf S. 14/15).

Auch Schweizer Aktivismus
Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat am 19. Mai 2015 zu Handen der UNO ein «Arbeitspapier zur Beobachtung und Bewertung der Agenda 2030» ausgearbeitet. Gemäss diesem Arbeitspapier sollen zur weltweiten Umsetzung der SDGs auf globaler, nationaler und regionaler Ebene ergebnisorientierte Beobachtungs- und Bewertungssysteme geschaffen werden. Es sollen Jahres- und Mehrjahresberichte erstellt und von der UNO ausgewertet werden. Auf Grund dieser Bewertungen hat die UNO dann die Möglichkeit, Druck auf die Regierungen auszuüben, damit diese dafür sorgen, dass die SDGs auch überall umgesetzt werden.

Klar ist jetzt schon, dass es der UNO auch mit der Agenda 2030 nicht gelingen wird, weltweit die Armut zu bekämpfen, Gleichberechtigung für alle zu erreichen und Frieden zu schaffen. Aus Matthäus 24,1-35 und Offenbarung 6,1-17 wissen wir, dass es vor der Wiederkunft Jesu Christi Krieg, Erdbeben, Hungersnöte und Märtyrium geben wird. Viel wahrscheinlicher ist, dass mit den UNO-Agenden zur nachhaltigen Entwicklung die Weltdiktatur aufgebaut wird. Für Christen bedeutet dies: «Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht» (Lukas 21,28)

Arthur Bosshart

[1] Non gouvermental organisations (Nicht-Regierungs-Organisationen)
[2] Lespian, Gay, Bisexual and Transgender (Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen Organisationen)
[3] Sustainable Development Goals (Nachhaltigkeits-Entwicklungs-Ziele)